Schönheit aus Israel – die Kanaani

Die Falbkatze ist die Urmutter unserer heutigen Hauskatzen und immer wieder kommt es vor, dass sich im Lebensraum der Falbkatzen diese mit normalen Hauskatzen verpaart. Das Ergebnis einer solchen Liaison ist die in Israel entstandene Kanaani. Hierbei handelt es sich um eine relativ junge Katzenrasse, die von Doris Pollatschek, einer deutschen, in Israel lebenden Bildhauerin begründet wurde. Diese fand 1990 einen verletzten Blendling, dessen Aussehen und Charakter sie begeisterte. Simmy, wie sie ihn nannte, legte den Grundstein für die Kanaani-Zucht.

1998 brachte Doris Pollatschek diese besonderen Katzen mit nach Deutschland. Dort wurde die Zucht auch nach ihrem Tod 2002 von engagierten Katzenliebhabern fortgesetzt. Offiziell anerkannt ist die Kanaani seit 2000.

Im Laufe der Zeit wurden einige Katzenrassen eingekreuzt, darunter Orientalisch Kurzhaar, Abessinier und Bengal-Katzen. Mittlerweile sind nur noch Kanaani x Kanaani-Verpaarungen zugelassen. Bis heute gibt es nur sehr wenige Catteries im deutschsprachigen Raum.

So sieht die Kanaani aus

Die Kanaani ist eine große, schlanke Katze mit einem langen Hals und einem langen Schwanz. Dieser hat eine schwarze Spitze und sollte mindestens drei Ringe aufweisen. Das Gesicht ist beherrscht von großen, mandelförmigen grünen Augen und großen, spitzen Ohren. Die Beine sind lang, was die Kanaani noch anmutiger erscheinen lässt. Die Fellfarbe der schönen Katzen erinnert an die Oman-Falbkatze; kurz, anliegend beige- bis zimtfarben mit Tupfen in Seal, Cinnamon oder Chocolate. Der Bauch der Katzen ist stets weiß bis hellbeige, wie auch das Kinn. Fußballen und Sohlenballen sind schwarz.

So lässt sich das Wesen der Kanaani beschreiben

Bei der Kanaani handelt es sich um eine sehr aktive, temperamentvolle und bewegungsfreudige Katze, die viel Platz zum Klettern und Toben braucht. Für die großen Katzen sollten daher auf jeden Fall mehrere Kratzbäume zur Verfügung stehen, wie etwa der FM-E-00C oder der FM-E-02B. Die Wohnung an sich ist im Idealfall möglichst groß und darf den klugen und gelehrigen Katzen gerne auch Zugang zu einem großzügigen Außengehege bieten. Die sportlichen Wildfänge klettern und spielen gerne und können sehr gut springen. Es gibt aber auch Zeit für ruhigere Momente mit den menschenbezogenen, anhänglichen und verschmusten Katzen. Für ein harmonisches Zusammenleben sind jedoch körperliche und geistige Auslastung unerlässlich. Auch ein ähnlich aktiver Katzenkumpel sollte nicht fehlen.