Ein echter Naturbursche – die Sibirische Katze

Im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion sind sie seit langem bekannt... die natürlich entstandenen Halblanghaarkatzen, auch Sibirskaja Koschka oder hierzulande Sibirer genannt. Erste historische Nachweise sind laut einigen Quellen bereits zu Zeiten des Mittelalters zu finden, andere gehen von einem Auftreten erst ab dem 19. Jahrhundert aus. Planmäßig gezüchtet wird die Sibirische Katze in Russland jedoch erst ab Ende der 70er Jahre, in Deutschland wurde um 1989 mit der gezielten Zucht begonnen. Seither erfreut sich die Halblanghaarkatze steigender Beliebtheit.

So sieht die Sibirische Katze aus

Sibirer haben einen kräftigen Körperbau mit einem langen buschigen Schwanz und Schneeschuhen an den Pfoten. Insgesamt sind die Katzen bei einem Gewicht zwischen 3,5 und 8 Kilogramm etwas kleiner als Maine Coons und etwas weniger hochbeinig als die Norwegische Waldkatze.

Der Kopf der Sibirischen Katze ist leicht keilförmig, mit einer vollen, gerundeten Nasenpartie, einem kräftigen Kinn und mittelgroßen, breiten Ohren. Die ovalen Augen sind groß und ausdrucksstark und können verschiedene Farben aufweisen. So gibt es Sibirer mit gelben, grünen, bernsteinfarbenen oder auch blauen Augen. Das Fell ist doppellagig und kann alle von Hauskatzen bekannten Färbungen besitzen. Nicht erlaubt sind jedoch die Farb-Varianten chocolate, cinnamon, fawn und lilac. Eine Sonderstellung nimmt die Neva Masquerade ein. Sie ist die Point-Variante der Sibirischen Katze mit leuchtend blauen Augen.

So lässt sich das Verhalten der Sibirischen Katze beschreiben

Die Sibirische Katze gilt als sehr gesellig, menschenbezogen, anhänglich und wird oft als richtige Plaudertasche beschrieben, die sich gerne ausgiebig mit ihren Menschen unterhält. Die lebhaften Katzen lieben in der Regel Wasser und besitzen einen ausgeprägten Spiel- und Klettertrieb, was Sie bei der Auswahl Ihres Kratzbaums beachten sollten. Ein hoher und standfester Kratzbaum eignet sich hier sehr gut. Ideal sind zudem ein gesicherter Garten und eine große Wohnung, damit sich die Samtpfoten ordentlich auspowern können.

Eine Besonderheit: Es scheint, dass einige Menschen, die auf andere Katzen allergisch reagieren, mit Sibirern beschwerdefrei zusammenleben können. Hierzu gibt es verschiedene Erfahrungsberichte.